Dreharbeiten für ‚Der Geldmacher‘ in Tirol


Seit Mitte Oktober wird das ORF/BR/ARTE-Drama "Der Geldmacher" aus der Feder von Thomas Reider unter der Regie von Urs Egger an mehreren Drehorten (u.a. in Hall, Ampass, Inzing und Sautens) in Tirol realisiert.

An der Seite des Hauptdarstellers Karl Markovics sind Verena Altenberger (bekannt aus „Die beste aller Welten“), Aaron Friesz, Lisa Marie Trojer, Gerhard Liebmann, Harald Windisch und Andreas Lust zu sehen.

„Wir freuen uns sehr über die Dreharbeiten für diese Filmproduktion in Tirol, die sich durch den hohen Tirol-Bezug in Form der wahren Geschichte des Schwundgelds in Wörgl in den 30-er Jahren auszeichnet. Die kluge und mutige Initiative des damaligen Bürgermeisters Michael Unterguggenberger hat großes, internationales Interesse ausgelöst, das Thema ist jedoch auch heute topaktuell – aus diesem Grund sind wir sicher, dass der Film von vielen Menschen neugierig gesehen wird.“, meint Cine Tirol Leiter Johannes Köck im Rahmen des Setbesuchs.

„Der Geldmacher“ ist eine Koproduktion von epo-film Wien, Film-Line München und FreibeuterFilm Wien mit dem ORF, dem Bayerischen Rundfunk, ARTE, SRF Schweiz und Rai Bozen und wird mit Unterstützung von Cine Tirol hergestellt.

Mehr zum Inhalt:
Michael Unterguggenberger (Karl Markovics) wird 1932 per Los zum Bürgermeister der Tiroler Gemeinde Wörgl bestimmt. Wie so viele Gemeinden steht Wörgl vor dem Bankrott. Die Politik weiß längst keinen Ausweg aus der Krise mehr. Sparen, lautet das Rezept, das die Krise aber immer weiter vertieft. Arbeitslosigkeit greift um sich – und mit der Arbeitslosigkeit auch der Faschismus. Mit Unterstützung seine Frau Rosa (Verena Altenberger) beschließt Unterguggenberger aber, die ihm zugedachte Rolle als Lückenbüßer abzulegen und etwas Neues zu versuchen.
Der belesene und rhetorisch gewandte Unterguggenberger kennt die Werke des Ökonomen Silvio Gesell und beschließt, in seiner Gemeinde das sogenannte Schwundgeld einzuführen, das an Wert verliert, wenn man es nicht ausgibt. Mitten in der Weltwirtschaftskrise erklärt er den strengen Sparkurs der bankrotten Gemeinde für beendet, will Brücken bauen, Straßen reparieren und die örtliche Zellulosefabrik wiedereröffnen. Und zwar mit jenem Geld, das sich von den herkömmlichen Banknoten in zwei Merkmalen unterscheidet: Die Wörgler drucken es selbst. Und damit es gültig bleibt, muss jeden Monat eine Wertmarke auf den Schein geklebt werden. Nach starkem anfänglichem Gegenwind findet Unterguggenberger politische Unterstützung für sein riskantes Vorhaben. Tatsächlich kehr mit der Arbeit die Hoffnung nach Wörgl zurück, und mit der Hoffnung kommt auch der Aufschwung. Doch das Experiment ruft schließlich auch mächtige und übermächtige Gegner auf den Plan.

Fotonachweis: © Cine Tirol

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