Heimatleuchten: Hochgefühl mit Bodenhaftung – Serfaus Fiss Ladis
Am Sonnenbalkon Tirols, auf einem 1.400 Meter hohen Plateau, liegen die Dörfer Serfaus, Fiss und Ladis.
Schon die Römer machten hier Halt, Kaiser und Adelige suchten Heilung an der Sauerbrunnquelle. So kamen Tourismus und Wohlstand in die Region. Auf dem Logenplatz über dem Inn lässt es sich leben. Die Menschen hier gestalten ihre Heimat, ohne die Bodenhaftung zu verlieren.
Auf einer Talschulter, umzingelt von den mächtigen Gipfeln der Samnaungruppe und der Ötztaler Alpen, liegen die Dörfer Serfaus, Fiss und Ladis.
Vielleicht liegt es an den über 2.000 Sonnenstunden pro Jahr und dem Ausblick auf das Obere Inntal, dass hier schon die Römer rasteten, wenn sie auf der Via Claudia Augusta die Alpen überquerten.
Sauerbrunnquelle als Magnet für adligen Tourismus
Von Kaisern und adeligen Kurgästen kann Burgl Kirschner erzählen, Hüterin der heilenden Sauerbrunnquelle von Obladis.
Der frühe Tourismus hat auch den Kindern der armen Bergbauern geholfen, sich mit dem Verkauf von Walderdbeeren gegen ihr Schicksal zu stemmen, ins ferne Schwaben geschickt zu werden.
Das Comeback der "Fisser Imperial Gerste"
Sogar Getreide gedeiht hier oben wieder, seit Herbert Röck die widerstandsfähige Fisser Imperial Gerste 2013 zu neuem Leben erweckt hat – die schon sein Vater bis nach Asien exportierte.
Kunst und Kirche
Die kürzeste U-Bahn bringt den heimischen Künstler Walter File bis zur Station "Kirche", für die er einen neuen Volksaltar aus Bronze gießt.
Das Kulinarische der Region
Auf dem Archehof der Familie Thurnes finden seltene Nutztierrassen ein Zuhause. Haubenkoch Lukas Neier verarbeitet gerne das, was vor der Haustür wächst oder was er von der Jagd mit seinem Onkel mitbringt. Und im Rechelerhaus backen einige Dorfbewohner jeden zweiten Mittwoch Sauerteigbrot – im alten Holzofen, mit Geduld und viel Liebe.
Es ist eine Region, die durch den frühen Tourismus an Bedeutung gewonnen hat, und trotzdem verlieren die Menschen hier nie ihre Bodenhaftung.